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Trotz Kündigungsschutz:
So hat Mercedes 5500 Jobs abgebaut


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Stuttgart – Beim Autobauer Mercedes-Benz läuft ein massiver Stellenabbau – obwohl die Jobs eigentlich abgesichert sind: Betriebsbedingte Kündigungen sind bei Mercedes bis Ende 2034 ausgeschlossen. Die Beschäftigten genießen eine Beschäftigungssicherung, Entlassungen gegen ihren Willen sind also tabu. Trotzdem sind Tausende gegangen.

Im Rahmen des Sparprogramms „Next Level Performance“ haben rund 5500 Mitarbeiter den Konzern verlassen – freiwillig, gegen hohe Abfindungen. Das berichtet das „Handelsblatt“. Das Programm richtete sich an etwa 40.000 Beschäftigte in Deutschland, die nicht in der Produktion arbeiten – vor allem in Verwaltung, Entwicklung und IT. Zwischen April 2025 und Ende März 2026 nahmen 5500 von ihnen entsprechende Angebote an.

Mega-Abfindungen für Freiwillige

Weil Kündigungen nicht möglich sind, setzt der Konzern auf finanzielle Anreize. Und die haben es in sich: Laut „Handelsblatt“ konnten langjährige Mercedes-Mitarbeiter Abfindungen von über 500.000 Euro erhalten.

Ein Beispiel: Ein 55-jähriger Teamleiter mit rund 9000 Euro Monatsgehalt und 30 Jahren Betriebszugehörigkeit konnte mit mehr als einer halben Million Euro rechnen. Eine 45-jährige Sachbearbeiterin mit 20 Jahren im Unternehmen kam demnach auf über 300.000 Euro.

Mercedes will die Laufzeit des Abfindungsprogramms den Angaben zufolge nicht verlängern, spricht aber von einer „erfolgreichen“ Umsetzung. Doch laut „Handelsblatt“ heißt es intern: Man sei „nicht ganz zufrieden“ – es hätten ruhig noch mehr gehen können.

Mercedes will 5 Milliarden Euro sparen

Die Abfindungen sind Teil des Sparpakets, mit dem Mercedes bis 2027 dauerhaft fünf Milliarden Euro einsparen will. Allein durch den Personalabbau sollen rund eine Milliarde Euro eingespart werden. Und es bleibt nicht beim Personal: 2025 schloss Mercedes mehrere Standorte – darunter Koblenz, Mainz, Dortmund, Neu-Ulm und Lübeck.

Zudem verlagert der Konzern Produktion ins Ausland. Die Fertigung der A-Klasse soll laut „Reuters“ ab dem zweiten Quartal 2026 vom Werk Rastatt nach Kecskemét in Ungarn verlegt werden.

Bild Zeitung
 
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